14.09.2002 Motorradcorso in Freiburg
Motorradfahrer gegen rechts, für eine offene Stadt, gegen Fremdenhass und
Rassenwahn.
 Frühstück, bis in´s
kleinste Detail vorbereitet. |
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Aufstellung in der
Schänzlestraße |
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 Unsere tollen Demo -
Luftballons |
 Ankunft DGB- Kundgebung |
 Auf der DGB-
Auftaktkundgebung |
 Spontanblockade des
Westausgangs am
Bahnhof |
Unter diesem Motto hat der Motorradclub Kuhle Wampe Freiburg, unterstützt
vom Verband der Motorradclubs Kuhle Wampe, vom MC Linkskurve, Women on Wheels und dem MC Weingarten am 14.09.2002 zu einem Motorradcorso nach Freiburg eingeladen.
Anlass der Veranstaltung war die von der NPD angemeldete, bundesweite
Großdemonstration, die erfolgreich von den Freiburger Bürgern (außer der CDU) unter der Leitung des DGB durch die Blockade des Bahnhofs verhindert worden ist.
Die 110 angereisten Rechtsradikalen auf Socken (Verbot von Springerstiefeln) standen 15.000 Gegendemonstranten gegenüber.
Um zehn Uhr haben sich 220 MotorradfahrerInnen am Aufstellungsort eingefunden. Der Corso wurde von einem Polizeiwagen, acht Motorradpolizisten und drei Mannschaftswagen begleitet, die uns sicher zur Auftaktkundgebung des DGB eskortiert haben. Nach der Kundgebung hat sich der Demonstrationszug des DGB´s in Richtung Bahnhof aufgemacht.
Ganz spontan hat sich der Motorradcorso dann an den Westausgang des Bahnhofs in Bewegung gesetzt und diesen einfach zugeparkt.
Wir bedanken uns für die tatkräftige Unterstützung und Teilnahme bei:
Mit dem Corso haben die Biker der Kuhlen Wampe gemeinsam mit vielen anderen
MotorradfahrerInnen ein friedliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, rechte
Gewalt und Rassismus gesetzt.
Faschisten und Rassisten sind und bleiben in Freiburg unerwünscht.
Weitere Info´s und Pressemitteilungen zur NPD- Demo gibt´s hier bei
Jugend fuer M.u.T., beim
DGB Baden Würrtemberg und bei der Stadt Freiburg
Aufruf
FÜR EINE OFFENE STADT - GEGEN FREMDENHASS UND RASSENWAHN
Am 14. September plant die Nationaldemokratische Partei Deutschlands einen Aufmarsch in Freiburg. Sie beruft sich in demagogischer Weise auf den Aufruf des Freiburger Gemeinderates vom 26.09.2000 "Für eine offene Stadt" und versucht damit, dieses Engagement für ein weltoffenes Freiburg für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
Die NPD fungiert nicht nur als Organisation und Auffangbecken der extremen Rechten, sie ist auch Teil einer Europa- und weltweiten Vernetzung von Neonazis. Rassismus, Antisemitismus, Ausgrenzung und Vertreibung all jener, die nicht in ihr völkisches Weltbild passen, sind der Kern ihrer politischen Aussagen. Die Verschärfung des Nahost-Konfliktes wird von der NPD hemmungslos ausgenutzt, um latent vorhandenen Antisemitismus zu mobilisieren.
Wir sind nicht bereit, diese demagogische Hetze tatenlos hinzunehmen. Wir halten es für geradezu unerträglich, wenn die NPD und ihre Anhängerschaft - wie in den letzten Jahren wiederholt geschehen - mit Reichskriegsflaggen und Losungen wie "Ruhm und Ehre der Waffen-SS" oder den Hitlergruß zeigend, ungestört durch die Straßen ziehen können.
Strenge Auflagen oder eine Verlegung des Aufmarsches aus der Innenstadt können eine breite gesellschaftliche Ächtung nicht ersetzen. Die Freiburgerinnen und Freiburger werden dem couragierten Beispiel der Leipziger Bevölkerung folgend nicht zulassen, dass die NPD durch Freiburgs Straßen zieht. Es gilt, entsprechend dem einstimmigen Aufruf des Freiburger Gemeinderats vom 26.09.2000 "jedem Ansatz von Fremdenfeindlichkeit und rechter Gewalt entschieden entgegenzutreten".
Wir rufen alle Freiburgerinnen und Freiburger auf, sich laut, bunt und kreativ den Nazis gewaltfrei und friedlich in den Weg zu stellen. Den genauen Ort werden wir noch bekannt geben.
Auf unseren Straßen ist weder Platz für Ideologien, die Menschen in nützliche und unnütze unterteilen, noch für rassistische und antisemitische Parolen.
ZIVILCOURAGE ZEIGEN - NPD-AUFMARSCH IN FREIBURG VERHINDERN !
Freiburg; Juli 2002
Organisationen:
DGB-Region Südbaden-Hochrhein, Ausländerbeirat der Stadt Freiburg; Fraktionsgemeinschaft Unabhängige Frauen/Linke Liste; Gemeinderatsfraktion der Grünen; Linke Liste/Friedensliste; ver.di Bezirk Südbaden, IG Metall Verwaltungsstelle Freiburg, NGG Ver-waltungsstelle Schwarzwald-Hochrhein, Fabrik e.V., Rote Peperoni, Junge Grüne Freiburg, u-asta Uni Freiburg, , Juso Landesverband Baden-Württemberg, Runder Tisch der Freiburger Jugendinitiativen, Schülerrat Freiburg, Junges Freiburg e.V., Jugend für M.u.T.,PDS Kreis-verband Freiburg, `Solid Ortsgruppe Freiburg, Jungdemokrat/innen-Junge Linke Freiburg, Motorradclub Kuhle Wampe
Erstunterzeichner:
Jürgen Höfflin (DGB-Vorsitzender Südbaden-Hochrhein), Michael Moos (Rechtsanwalt, Stadtrat), Maria Viethen (Rechtsanwältin, Stadträtin); Hermann Spieß (Geschäftsführer IG Metall Verwaltungsstelle Freiburg), Sven Greschbach (Stadtrat), Reiner Geis (Geschäftsfüh-rer ver.di Südbaden), Harald Kreutzberger (IG BAU Südbaden), Robert Orzschig (IG BCE Freiburg),
Die Schwarzweissbilder stammen vom Corso 1000 Motorräder für Leipzig am 6. April 2002:
So, wer jetzt immer noch nicht genug gelesen hat kann sich hier noch die Resolution des Freiburger Gemeindrats vom September 2000 reinziehen.
Letzte Aktualisierung 15.09.
Die 12. Zivilkammer des Landgerichts Hamburg hat mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 (Geschäftsnummer 312 O 85/98) entschieden, daß man durch die Ausbringung eines Links/Banners die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das Landgericht - nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich möchte ausdrücklich betonen, daß ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe. Deshalb distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf der gesamten Website inkl. aller Unterseiten. Diese Erklärung gilt für alle auf der Homepage ausgebrachten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen Links oder Banner führen.
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